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Die Arbeitsgemeinschaft Astronomie und Raumfahrt beabsichtigt, im Internationalen Jahr der Astronomie und im 34. Jahr ihres Bestehens den Grundstein zu einer Volks- und Schulsternwarte zu legen.
Astronomische Aktivitäten lassen sich in der Weltkulturerbestadt Quedlinburg bis ins Jahr 1821 zurückverfolgen. Damals entdeckte der Oberprediger der Benediktikirche, Herr Johann Heinrich Fritsch, die Veränderlichkeit des Sternes Epsilon Aurigae, was insofern bedeutsam ist, da dieser Stern seine Helligkeit nur alle 28 Jahre ändert. Deshalb soll die Sternwarte nach Fritsch benannt werden.
Der Standort soll auf dem Strohberg sein, einem Bergrücken am Westrand der Stadt, der hinsichtlich seiner meteorologischen Lage günstig ist, da er die für Quedlinburg typische Dunstglocke überragt und außerdem kaum von Streulicht beeinflusst ist. Dieser Standort ist verkehrstechnisch und versorgungstechnisch erschlossen, da er sich in unmittelbarer Nähe des historisch wertvollen Münzenbergensembles befindet.
Der Baukörper soll ein zweigeschossiges Massivgebäude werden. Im Erdgeschoss sollen sich ein Schulungs- und Tagungsraum, die sanitären Einrichtungen, Lager- und Technikräume befinden. Das Obergeschoss soll aus dem Kuppelbau mit den Beobachtungsgeräten und einer nach Süden ausgerichteten Beobachtungsplattform bestehen. Der Zugang zum Gebäude soll barrierefrei ausgeführt werden, so dass auch die Benutzung der Beobachtungsgeräte in der Kuppel für Rollstuhlfahrer möglich ist.
In der Sternwarte sollen Vorträge, öffentliche Beobachtungen und Unterrichts-veranstaltungen stattfinden. Aus diesem Grund wird eine Patenschaftsvereinbarung mit dem GuthsMuths Gymnasium abgeschlossen. Die Sekundarschulen der Stadt sollen ihren Astronomieunterricht durch Nutzung der Sternwarte weiter verbessern.
Da im Kultur- und Heimatverein weitere Fachgruppen bestehen, sollen auch diese das Objekt für ihre Veranstaltungen nutzen, insbesondere die IG Ornithologie und Naturschutz als Naturschutzstützpunkt. In erster Linie soll die für diesen Standort typische Flora wiederhergestellt werden. Dazu ist es erforderlich, den eutrophierten und ruderalisierten Boden abzutragen, um eine öffentlich zugängliche Demonstrationsfläche zur Darstellung eines Schlichtmagerrasens mit entsprechender autochtomer Flora zu schaffen. Dies soll eine nachhaltige und dauerhafte Schutzmaßnahme sein, die in Verbindung mit dem in der Nähe befindlichen FFH anzusehen ist.
Die von der Arbeitsgemeinschaft Astronomie und Raumfahrt eingereichte Bauvoranfrage zum Bau der Volks- und Schulsternwarte wurde seitens der Stadt Quedlinburg und des Landkreises Harz positiv beschieden. |